Über die Bratwurst

Die St.Galler Bratwurst IGP

Olma und Offa, Openair oder Kinderfest in St. Gallen. Fasnacht im Rheintal. Wega in Weinfelden, Biedermannfest in Heiden. Stadt-, Dorf- und Strassenfeste, Familienanlässe, Konzerte, Geschäftseröffnungen, Tage der offenen Tür, Unterhaltungsabende,... Ganz gleich, welches Fest die Ostschweizerinnen und Ostschweizer privat oder in der Öffentlichkeit feiern, eines bleibt immer gleich: Die St. Galler Bratwurst ist dabei!

Auf einem oder mehreren Grillrosten liegt sie, des Ostschweizers liebste Freundin, auf der einen Seite des Grills noch weiss und unschuldig, auf der anderen Grillseite verführerisch gebräunt, heiss und zum Anbeissen attraktiv. Ihr Aussehen und ihr Geschmack sind legendär und unverwechselbar. Sie gehört zur Ostschweiz wie der St. Galler Klosterbezirk, der Bodensee oder der Säntis.

Kurz gesagt, ein Leben in der Ostschweiz ohne St. Galler Bratwurst ist undenkbar! Sie, die liebste Freundin der Ostschweizerinnen und Ostschweizer ist immer und überall mit von der Partie. Das war schon immer so, das wird immer so bleiben. Und das ist gut so!

Das Produkt


Eine St. Galler Bratwurst ist perfekt, wenn sie verführerisch gebräunt, heiss und zum Anbeissen attraktiv vom Grill genossen wird.


Der Metzgermeister mischt das Fleisch und die Milch für die St.Galler Bratwurst IGP mit Salz, ein wenig Pfeffer, Muskatblüte (die Schale der Muskatnuss) sowie anderen Gewürzen, je nach Rezept des Metzgermeisters. Die Masse wird gehackt, bis sie regelmässig fein ist und dann in einen Schweinedarm gefüllt. Danach wird die Wurst bei einer Temperatur von 72 Grad gebrüht und blitzgekühlt. So verarbeitet ist sie bereit zum Grillieren oder Braten.
Das Brät wird in den Darm gefüllt.


Die St.Galler Bratwurst IGP ist eine weisse Brühwurst, die gebraten oder gegrillt verzehrt wird. Sie ist leicht gebogen, zwischen 20 und 25 Zentimeter lang und etwa 4 Zentimeter im Durchmesser. Ihr Gewicht beträgt 100 bis 110 Gramm. Das Besondere der St.Galler Bratwurst IGP ist die Verbindung von Kalb- und Schweinefleisch sowie Milch. Ihre Qualität beruht aber nicht nur auf ihrer speziellen Zusammensetzung, sondern auch auf dem «savoir faire» der Ostschweizer Metzger. Über die Jahre hinaus haben diese ein hohes Qualitätsniveau entwickelt, das auf besten Rohstoffen und sorgfältiger Verarbeitung basiert.
Die St.Galler Bratwurst ist eine weisse Brühwust.

Die Herkunft


Die St.Galler Bratwurst IGP wird in den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden und Thurgau, sowie im Fürstentum Liechtenstein hergestellt. Beträgt der Kalbfleischanteil in der Wurst bezogen auf den Gesamtfleischanteil mehr als 50 Prozent, kann auch der Name St.Galler Kalbsbratwurst verwendet werden. Die Geburt, die Mast und die Schlachtung der Kälber und Schweine, aus deren Fleisch die St.Galler Bratwurst IGP hergestellt wird, müssen in der Schweiz oder Liechtenstein erfolgen.
Die


Im Jahr 1438 wurde die Bratwurst in den Statuten der Metzger-Zunft St.Gallen erstmals urkundlich erwähnt. Darin wird festgehalten, dass diese Wurst mit Kalbfleisch, Speck, Gewürzen und frischer Milch hergestellt wird. Dies erklärt ihre weisse Farbe. Seither hat sich das Rezept kaum verändert. Heute kennt man die St.Galler Bratwurst IGP häufig unter dem Namen Olma-Bratwurst IGP, die für die traditionelle Herbstmesse in St.Gallen kreiert wurde. Die Olma-Bratwurst IGP wiegt jedoch 160 Gramm, während die traditionelle St.Galler Bratwurst IGP nur 100 bis 110 Gramm an Gewicht auf die Waage bringt.
Im Jahr 1438 wurde die Bratwurst in den Statuten der Metzger-Zunft St. Gallen erstmals urkundlich erwähnt.

Der Genuss


Die St.Galler essen ihre Bratwurst niemals mit Senf, da dieser als Geschmacksverstärker schlicht nicht nötig ist. In der Regel wird sie auf dem Grill zubereitet und dazu ein Bürli oder ein Stück Brot gereicht. Die St.Galler Bratwurst IGP ist dann genussbereit, wenn ihre Hülle dunkelbraun ist. Während des Grillvorgangs wird sie mehrmals gedreht, auf das Einschneiden wird verzichtet. Wird die St.Galler Bratwurst IGP in der Pfanne gebraten, serviert man sie nicht selten mit einer Zwiebelsauce. Als Beilage eignet sich Rösti.
Geschichtsträchtige St.Galler Bratwurst

Wer eine St. Galler Bratwurst vom Grill geniesst, tut dies mit einer einzigen Beilage: einem St. Galler Bürli oder einem Stück Brot. Das genügt vollauf. Denn die St. Galler Bratwurst hat so viel Aroma, da ist jede weitere Zutat, etwa in Form von Senf, schlicht überflüssig.
Die St. Galler geniessen ihre Bratwurst am liebsten mit einem Bürli, aber NIEMALS mit Senf.